{"id":1639,"date":"2013-12-17T01:07:33","date_gmt":"2013-12-16T23:07:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.cipworx.org\/laserman\/?p=1639"},"modified":"2013-12-17T01:08:43","modified_gmt":"2013-12-16T23:08:43","slug":"cnc-frase-im-unperfekthaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.cipworx.org\/laserman\/2013\/12\/17\/cnc-frase-im-unperfekthaus\/","title":{"rendered":"CNC Fr\u00e4se im Unperfekthaus"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr mein &#8220;home-cockpit&#8221; Projekt m\u00f6chte ich eine bedruckte Frontplatte mit diversen L\u00f6chern und Ausschnitten f\u00fcr Displays, Schalter und Taster herstellen. Das ist genug Motivation, um mich mal intensiver mit der CNC-Fr\u00e4se im Unperfekthaus zu besch\u00e4ftigen. <\/p>\n<p>Die Fr\u00e4se wird momentan von einen DOS PC mit der DOS-Software &#8220;<strong>PCNC<\/strong>&#8221; gesteuert. PCNC kann <strong>HPGL<\/strong> und <strong>G-Code<\/strong> Dateien \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Ein reines, klassisches MS-DOS oder PC-DOS hat kein Netzwerk und auch keine USB-Sticks lesen und unsere heutigen Rechner haben kein Disketten-Laufwerk. Also wie kommt die Datei in den Rechner ?<br \/>\nDer umst\u00e4ndliche Weg war: Erst Kanotix Linux booten, die Datei vom USB-Stick auf die &#8220;C:&#8221; Partition kopieren und dann DOS booten. Sind ??nderungen an der Datei n\u00f6tig, dann geht diese Spiel wieder von vorne los &#8211; sehr umst\u00e4ndlich!<\/p>\n<p>Das haben wir heute ge\u00e4ndert. Ich habe gelernt, dass auf C: nicht nur DOS sondern auch Windows98 installiert ist &#8211; Das gibt Hoffnung auf Netzwerk-Konnektivit\u00e4t. Also schnell eine Netzwerkkarte eingebaut und den n\u00f6tigen Treiber per Linux auf die C:-Platte kopiert. Treiber installiert, obligatorischer Reboot, &#8230; Hurra! ping funktioniert! \ud83d\ude09<br \/>\nund jetzt ? smb(samba) klappte nicht auf Anhieb, und wo ist der IE ? &#8211; jedenfalls nicht im Startmenu oder Startleiste. Damals waren &#8220;Windows-Explorer&#8221; und &#8220;Internet Explorer&#8221; das gleiche Programm. Mir gelang es irgendwie diesen &#8220;Internet Explorer&#8221; zu starten und konnte dann vom meinem Apache http Server weitere Programme installieren: WinSCP und Firefox 2.0 damit wir <strong>ab sofort unsere Fr\u00e4s-Dateien per scp oder http auf den Fr\u00e4srechner kopieren k\u00f6nnen<\/strong>.<\/p>\n<p>Der Fr\u00e4s-Rechner hat momentan noch keine feste IP. Er verr\u00e4t seine IP per &#8220;command&#8221; (cmd geht nicht!) und dann &#8220;ipconfig&#8221;<\/p>\n<p>Meine Frontplatte habe ich mit <strong>Inkscape<\/strong> gestaltet. Sie ist 480mm breit. Der maximale Arbeitsbereich der Fr\u00e4se ist:<br \/>\nX: 240mm<br \/>\nY: 350mm<br \/>\nIch habe also zun\u00e4chst mal die Elemente entfernt, die nicht in der Arbeitsbereich passen. Und ich habe die Platte um 90\u00b0 gedreht, schlie??lich ist Arbeitsbereich in diese Richtung 10cm gr\u00f6??er.<br \/>\nDas war keine gute Idee, denn so &#8220;quer&#8221; passt das Werkst\u00fcck nicht mehr durch das Portal der Fr\u00e4se. Das Maximum ist hier<strong> 430mm<\/strong><br \/>\nAlso in Inkscape wieder 90\u00b0 zur\u00fcck gedreht. PCNC kann so etwas  (Achsen X und Y tauschen) offenbar nicht.<br \/>\nWas PCNC auch nicht macht: die Dicke des Fr\u00e4skopfes beachten. Also musste ich in Inkscape alle Ausschnitte 0,75mm (Fr\u00e4skopfdurchmesser\/2) kleiner machen, damit sie korrekt gefr\u00e4st wurden.<br \/>\nMeine Version von Inkscape bot 2 Varianten von HPGL an:<br \/>\n* HPGL Plot File (*.plt)<br \/>\nund<br \/>\n* HPGL (.hpgl)<br \/>\nBeim ersten gab es diverse uniconverter-Fehlermeldungen. Das zweite bietet ein paar Optionen und speichert dann eine Datei, die PCNC \u00f6ffen kann. Falls Objekte in der PCNC Vorschau nicht erscheinen hat man in Inkscape vermutlich &#8220;<strong>Object to Path<\/strong>&#8221; vergessen.<\/p>\n<p>Nach dem wir das Werkst\u00fcck eingespannt und in PCNC den Arbeitsbereich und den Nullpunkt definiert haben, begannen die Probe-L\u00e4ufe 1-3. Erster Testlauf 10cm \u00fcber den Werkst\u00fcck, zweiter Testlauf 2cm \u00fcber dem Werkst\u00fcck, dritter Testlauf 1mm \u00fcber dem Werkst\u00fcck. So konnten wir uns versichern, dass nicht in die Werkst\u00fcck-Halterungen gefr\u00e4st wird und schon mal absch\u00e4tzen, ob die Dimensionen auch stimmen. Den <strong>Skalierungsfaktor 2,54<\/strong> (in PCNC) hatten wir anhand der Vorschau (richtig) gesch\u00e4tzt\/erraten. Beim speichern in inkscape habe ich den default-Wert <strong>1016 dpi<\/strong> unver\u00e4ndert gelassen.<\/p>\n<p>Soweit so gut. Mit 0,33mm Zustellkorrektur konnten wir dann endlich &#8220;richtig&#8221; fr\u00e4sen &#8211; aber leider nur bis max 1,5mm Tiefe. Bei HPGL Dateien bewegt sich die Z Achse zwischen den einzelnen Ausschnitten nur minimal auf und ab. Das kann man in PCNC scheinbar auch nicht \u00e4ndern \ud83d\ude41 H\u00e4tten wir weiter gemacht, w\u00e4re die Frontplatte zerkratzt worden. ??brigens war die HPGL Datei aus Inkscape spiegelverkehrt, das konnte man schon in der PCNC Vorschau sehen. Wir haben also die R\u00fcckseite der Platte gefr\u00e4st.<\/p>\n<p>M\u00f6chte man auf Z-Achse mehr Einfluss, dann muss man statt HPGL G-Code verwenden. Diverse Programme haben es leider nicht geschafft aus unserer HPGL Datei brauchbaren G-Code zu erzeugen &#8211; Eigentlich keine schwere Aufgabe. Auch mit der Inkscape Extension &#8220;<strong>Gcodetools<\/strong>&#8221; kamen wir zun\u00e4chst nicht klar. Diese Extension hat Inkscape mehrfach zum Absturz gebracht. Sonst l\u00e4uft Inkscape v\u00f6llig stabil.<br \/>\nSp\u00e4ter abends zu hause hat die Gcodetools Extension das erste Mal eine G-Code Datei erzeugt, die ganz brauchbar aussieht. M\u00f6glicherweise muss ich in inkscape alle Ebenen, die ich nicht fr\u00e4sen m\u00f6chte, vor dem G-Code Export l\u00f6schen. <\/p>\n<p>Das war ein interessanter Fr\u00e4s-Tag. Beim n\u00e4chsten Mal werde ich G-Code probieren. Falls das nicht klappt, k\u00f6nnte man vielleicht statt der kompletten Frontplatte einzelne Ausschnitte in einzelne Dateien speichern und dann 1x das Werkst\u00fcck und mehrmals den Nullpunkt manuell verschieben um die Ausschnitte an den gew\u00fcnschten Stellen zu fr\u00e4sen(&#8220;pen down&#8221;) ohne dass der Fr\u00e4skopf zwischen mehreren Objekten wandern muss (&#8220;pen up&#8221;)<\/p>\n<p>Langfristig werden wir versuchen, DOS &#038; PCNC durch die freie Linux-Software <a href=\"http:\/\/www.linuxcnc.org\/\" title=\"Linux CNC\" target=\"_blank\"><strong>http:\/\/www.linuxcnc.org\/<\/strong><\/a> (&#8220;EMC&#8221;) zu ersetzten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr mein &#8220;home-cockpit&#8221; Projekt m\u00f6chte ich eine bedruckte Frontplatte mit diversen L\u00f6chern und Ausschnitten f\u00fcr Displays, Schalter und Taster herstellen. Das ist genug Motivation, um mich mal intensiver mit der CNC-Fr\u00e4se im Unperfekthaus zu besch\u00e4ftigen. 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