Stefanie und die Moslems

Da ich ja leider keinen Fernseher besitze, bin ich auf die Fernsehberichterstattung aus zweiter Hand angewiesen; Spiegel online leistet hier gute Dienste. So lese ich hier über eine “Dokumentation” bei RTL2, dem Fernsehsender für jene, für die das Alfabet 10 Buchstaben hat – von null, wie 0190, bis neun, wie die Anzahl der Tasten, die man für das Schreiben von SMS braucht – in der eine 26jährige einzelkindliche “Studentin” 30 Tage in der muslimischen Berliner Familie Osman verbringt. Da der Spiegel-Artikel länger ist, als das Kleingedruckte der Jamba-Werbung, fasse ich ihn für die RTL2-Zielgruppe einmal kurz zusammen:

  • “Vorurteile sind schlecht. Toleranz ist gut.”
  • ‘”Vorurteile und Ängste bestimmen ihre Gedanken”, sagt eine dräuende Stimme aus dem Off.’
  • “das Kopftuch ist zu eng”
  • Stefanie hat noch nie vom Ramadan gehört
  • ‘”Wenn ich den ganzen Tag nix gegessen habe, dann tun mir die Armen leid. Das ist schon krass.”‘
  • es gibt Bücher, die von hinten nach vorne gelesen werden. Der Koran ist so ein Buch.
  • Moscheen haben etwas Kuscheliges
  • die Osmans “essen zusammen an einem Tisch, ohne dass der Fernseher läuft, und unterhalten sich miteinander.” Man erfährt nicht, ob dieser Brauch für Stefanie fremd ist.
  • ‘”Sie sind sehr hygienisch und sehr rein”‘ – ja sicher, das ist erwähnenswert…

Quelle für die Zitate: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,394624,00.html

One Response to “Stefanie und die Moslems”

  1. dalini says:

    Tja, nicht alles was von RTL-II kommt ist schlecht, die Reportage hat vor kurzem 2 CIVIS-Medienpreise erhalten und die sind hoch angesehen… aber erstmal Lstern ist ja so schn einfach

    schade das der Spiegelartikel nur noch gegen Geld zu haben ist

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